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DE Automobilzulieferindustrie · 2 Sept 2026

Bosch will in Waiblingen bis 2028 rund 560 Stellen abbauen

Beim deutschen Automobilzulieferer sollen Arbeitsplätze im Umfeld von KI und Automatisierung entfallen, doch der genaue KI-Anteil bleibt offen.

Bosch plant am Standort Waiblingen den Abbau von rund 560 Arbeitsplätzen bis 2028. Das berichtete ad-hoc-news im Juni 2026 im Zusammenhang mit einer stärker auf KI und Automatisierung ausgerichteten Produktion. Eine genaue Aufschlüsselung, wie viele Stellen unmittelbar wegen KI entfallen, liegt nicht vor.

Der Fall steht im größeren Umbruch der deutschen Automobilindustrie. Im ersten Halbjahr 2026 gingen dort 42.300 Arbeitsplätze verloren, ein Rückgang von 5,8 Prozent. Als Gründe wurden neben Automatisierung und KI auch Kosten, schwache Nachfrage und der Wechsel zur Elektromobilität genannt.

Die Bundesregierung sieht unterdessen keinen systematischen, allein durch KI verursachten Stellenabbau. Nach ihrer Einschätzung verändern sich zunächst vor allem Tätigkeiten innerhalb bestehender Berufe; Weiterbildung und Anpassung der Aufgaben bleiben daher zentrale Gegenmaßnahmen.

Was Arbeitgeber daraus mitnehmen sollten: Eine geplante Effizienzsteigerung durch KI ersetzt keine belastbare Prüfung, ob Arbeitsplätze dauerhaft wegfallen. Unternehmen sollten Tätigkeitsprofile dokumentieren, zumutbare Weiterbeschäftigung oder Versetzung prüfen und Qualifizierung als Alternative einbeziehen. Vor einer Entscheidung über betriebsbedingte Kündigungen ist der Betriebsrat zu konsultieren; anschließend müssen die Voraussetzungen einer echten betrieblichen Redundanz und die Sozialauswahl eingehalten werden.

Key points
  • Bosch plant laut ad-hoc-news den Abbau von rund 560 Stellen in Waiblingen bis 2028.
  • Der Abbau wurde im Kontext von KI und Automatisierung berichtet; der unmittelbare KI-Anteil ist nicht beziffert.
  • In der deutschen Automobilindustrie gingen im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 42.300 Arbeitsplätze verloren.
  • Die Bundesregierung sieht keinen systematischen, allein durch KI verursachten Stellenabbau.

For employers: KI-Effizienzgewinne sollten nicht pauschal als Kündigungsgrund behandelt werden. Arbeitgeber müssen dauerhaften Wegfall von Tätigkeiten belegen, Weiterbeschäftigung und Qualifizierung prüfen, den Betriebsrat vor der Entscheidung konsultieren und bei betriebsbedingten Kündigungen echte betriebliche Redundanz sowie Sozialauswahl beachten.

Sources: German court tightens AI-era layoff rules as mixed human-AI strategy · KI am Arbeitsplatz: Bundesregierung sieht keinen systematischen Stellenabbau

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