AI Redundancy Toolkit · AULog in
DE Banken und Finanzdienstleistungen · 21 Oct 2026

Commerzbank plant bis 2030 rund 3.000 Stellen weniger

Die deutsche Bank will Prozesse mit KI und agentischer KI automatisieren und investiert dafür 600 Millionen Euro.

Commerzbank will bis 2030 rund 3.000 Stellen abbauen. Das Programm „Momentum 2030“ soll laut drweb.de vor allem durch den Einsatz von KI und agentischer KI in Prozessen wie Identitätsprüfungen und Vertragsbearbeitung ermöglicht werden. Die Bank will dafür 600 Millionen Euro in KI investieren.

Der Stellenabbau ist damit ein konkretes Beispiel für eine deutsche Finanzdienstleistungsbranche, in der Automatisierung Verwaltungs- und Sachbearbeitungsaufgaben verändert. Die Angaben betreffen einen mehrjährigen Zeitraum; aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, wie viele Stellen durch betriebsbedingte Kündigungen entfallen sollen.

Das Gesamtbild bleibt uneinheitlich: Eine im Oktober 2026 berichtete IAB-Auswertung findet bislang keinen signifikanten Beschäftigungsabbau durch KI in Deutschland. In Berufen mit hoher KI-Exposition wuchs die Beschäftigung zwischen 2022 und 2025 bei den 30- bis 64-Jährigen sogar stärker als in Berufen mit niedriger Exposition.

Für Arbeitgeber ist entscheidend, die Automatisierung nicht mit einer fertigen Personalentscheidung gleichzusetzen. Vor einer betriebsbedingten Kündigung müssen der dauerhafte Wegfall des Beschäftigungsbedarfs und eine ordnungsgemäße Konsultation geprüft werden; zumutbare Weiterbeschäftigung und Umschulung beziehungsweise Versetzung sind als Alternativen einzubeziehen.

Key points
  • Commerzbank plant bis 2030 rund 3.000 weniger Stellen.
  • KI und agentische KI sollen unter anderem Identitätsprüfungen und Vertragsprozesse automatisieren.
  • Die Bank investiert dafür 600 Millionen Euro in KI.
  • Die IAB-Auswertung sieht bislang keinen signifikanten allgemeinen Beschäftigungsabbau durch KI in Deutschland.

For employers: Bei einer KI-bedingten Restrukturierung sollten Arbeitgeber zunächst den dauerhaften Wegfall konkreter Tätigkeiten dokumentieren, den Betriebsrat vor der Entscheidung konsultieren und zumutbare Weiterbeschäftigung, Versetzung oder Qualifizierung prüfen. Erst wenn diese Möglichkeiten ausscheiden, kommt eine betriebsbedingte Kündigung wegen echter betrieblicher Erfordernisse in Betracht.

Sources: Der KI-Tsunami erreicht die Bürojobs zuerst · KI und Arbeitsmarkt: Warum der Stellenabbau bislang ausbleibt · Workforce Shifts in German Industry: Personnel Restructuring Radar

General information for employers, not legal advice. Reporting summarised from the linked sources; confirm details with the primary source.